Monatsarchiv: September 2008

Die neue Wohnung

Da wir nun schon so von unserer neuen Wohnung geschwärmt haben. Gibt es jetzt eine virtuelle Führung durch unser neues Heim.

Zunächst einmal etwas zur Umgebung. Wir wohnen im Ostturm an der Ecke York und Queens Quay West im 10-ten Stock. Die Wohnung ist nach Süden ausgerichtet also Blick auf den See und Toronto Islands. Wenn wir vom Balkon nach Westen Blicken, sehen wir das Rogercenter. Downtown und Büro sind in Laufnähe ca. 10 Minuten, genauso die Haltestellen der Streetcars, Subway und Fähren.

lage_umgebung

Lage und Umgebung

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Die Seile im Bild sind von den Arbeitstribünen der Fensterputzer. Da staunt man nicht schlecht, wenn der auf einmal durchs Fenster schaut. Die werden die Fenster von außen wahrscheinlich öfter sauber machen als wir von innen (wird von außen ja auch schneller wieder dreckig).

Nun zur Wohnung selbst. Hinter der Eingangstür kommt man in einen langen Flur. Gleich links ist das Gästebad (ja wir haben zwei Bäder) mit Dusche. Danach kommt rechts das DEN. Eine große Nische ca. 6 qm ohne Fenster und Tür. Im Moment haben wir da noch Kisten stehen aber das wird mal das Gästezimmer…keine Angst klingt schlimmer als es aussieht.  Auf der linken Seite kommen dann die Wandschränke. Im ersten ist die Waschmaschine und der Trockner, danach unsere Kleiderschränke.

Der Flur

Der Flur

Rechts gegenüber geht es ins Schlafzimmer das durch Schiebetüren abgetrennt ist. Allerdings ist das Schlafzimmer auch nicht viel größer als das Den, mehr als das Bett passt da auch nicht rein. Von dort kommt man dann in das Bad mit der Jacuzzi-Badewanne. Am Ende des Flurs ist dann der Wohnbereich mit offener Küche.

Wohnbereich

Wohnbereich

Wir hatten ja vorher etwas Angst, dass wir keine Wohnung finden, wo die riesige Couch reinpasst aber das Wohnzimmer ist schön groß mit großer Fensterfront und Balkon. Dann gibt es noch das Solarium.  So wird die Nische am Fenster neben dem Balkon genannt, also der hellste Teil am Tag. Da haben wir mittlerweile auch schon einen Sessel mit Hocker stehen, sodass man die Aussicht genießen kann.

Wohnbereich mit Balkon und Solarium

Wohnbereich mit Balkon und Solarium

Das erste Steak in Kanada

Die Vereinbarung war, das erste Steak in Kanada wird zu Feier des Tages gegessen, an dem Anika ihre Zusage fuer ihren neuen Job bekommt. Was soll ich sagen, das Steak war super. Vorher mussten wir allerdings eine halbe Stunde an der Bar warten,  bis wir endlich ins Restaurant durften. Aber es hat sich gelohnt. Das Steak kann man in 6 verschiedenen Bratstufen waehlen. Mein Medium-Rare (innen rosa und leicht blutig) zerging fast auf der Zunge.

Achso, und Anika wird jetzt ein PwC-Kollege von mir.

Es war nur eine Frage der Zeit…

…bis wir nach dem Einzug in unser neues Heim zum Ikea (hier [eikia] ausgesprochen) fahren würden. Die Zeit war sehr kurz: Dienstag war Einzug und Mittwoch haben wir einen Mietwagen genommen, um nach Etobicoke rauszufahren. Als erfahrener Ikeabesucher in Deutschland findet man sich wahrscheinlich in jedem Ikea der Welt zurecht, auch hier ist alles genauso angeordnet und die Namen der Möbel sind die Gleichen.

Die Einkaufsliste war lang, deshalb ist es jetzt einfacher zu schreiben, was wir nicht brauchten: Küche war drin, sowie eingebauter Wandschränke. Aus Deutschland hatten wir ja das Sofa, was übrigens beim Transport etwas gelitten hat, das Küchenzubehör und ein Bett mitgebracht. So und der Rest und noch ein bißchen mehr (Deko und so) standenalso auf der Liste. Das hat den Ikea-Besuch dann zum Tagesausflug gemacht.

Wir haben uns von vornherein zu einer Lieferung der Möbel entschieden, die Autos sind hier zwar größer, aber wir hatten auch keinen Pickup gemietet. Die Prozedur im Ikea kennt man ja: bei den Sachen, die auf der Liste stehen kann man sich nicht entscheiden aber ansonsten findet man viele tolle Sachen, die dann stattdessen gekauft werden…nein so war es nicht, wir sind strikt nach Liste vorgegangen, was die Entscheidungen nicht leichter gemacht haben. Hier eine Auswahl unserer neuen Mitbewohner: Andrea, Tobbo, Billy, Hendriksdal, Klubbo, Mikael u.a. (nein liebe Ex-Kollegen ich konnte die noch nicht auswendig).

Was in den Appartments hier auch noch anders ist, sind die Lichtinstallationen: man braucht in fast jedem Raum eine zusätzliche Stehlampe oder um überhaupt Licht zu haben wie im Schlafzimmer, Den (etwas zwischen Abstellkammer und Zimmer) und Solarium (Fensterfrontecke neben dem Balkon). Allerdings lassen die Lampen-Designs bei Ikea gerade zu wünschen übrig. Das nötigste ist ersteinmal gekauft.

Dann habenwir uns bei Home-Delivery angestellt, die Schlange war laaaaaang. In einem Hochhausappartment muss man hier allerdings auch noch einen Aufzug reservieren, wenn man eine Lieferung bekommt. Zum Glück gab es noch ein Zeitfenster für uns am Mittwochabend, das auch mit den Lieferzeiten der Spedition übereinstimmte.

Mit einem Ikea-Besuch war es leider nicht getan, da eine Lampe nicht funktionierte und beim Fernsehtisch ein Teil fehlte, bzw. eins beim Zusammenbau abgebrochen ist. Also bin ich Freitag noch einmal allein los, die Sachen zu reklamieren und einer neuen Liste, diesmal mit Deko (manchmal sehne ich mich nach meinen Kombi zurück, viele Grüße nach Herzberg). Die Lampe war kein Problem, da hatte ich den Kassenzettel mit. Bei den Einzelteilen dachte ich die geben die so raus, aber Pustekuchen, auch da wollten sie den Kassenzettel. Die versuchen wir jetzt noch über die Hotline zu bekommen.

Ansonsten ist fast alles aufgebaut, außer Ivar, das noch lasiert werden muss und naja die Vorhänge oder besser Wanddeko, da wir nicht malern dürfen sind noch so ein Problem. Die wollte ich eigentlich an der Decke befestigen. Darunter ist allerdings der Lüftungsschacht zum Bad, also nur eine Schicht Gibskarton zur Befestigung…da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Leider ist es gerade etwas dunkel, sonst würde ich natürlich noch ein paar Fotos anfügen (wie gesagt das mit dem Licht ist noch nicht optimalok es ist auch gerade nicht so aufgeräumt). Die werden aber nachgereicht versprochen.

Kulinarische Besonderheiten in Kanada

Ok, kulinarisch ist wahrscheinlich nicht das richtige Wort, wenn man Fastfoodketten und Coffeeshops damit meint. Es gibt keine besonderen kanadischen Gerichte. Da hier Toronto so viele verschiedene Kulturen zusammentreffen, bekommt man in den Foodcourts alles von Sushi bis zum McD-Burger.

Gestern abend waren wir in einer Kanadischen Burger-Kette namens Harveys, wo man doch tatsächlich knusprige Pommes bekommt. Das beste ist allerdings, dass man den Belag selbst wählen kann, wenn den Grundburger fertig ist. Das Fleisch war auch um Klassen besser als bei McD oder BK.

Die meistverbreitete Coffeeshop-Kette ist hier nicht etwa Starbucks sondern Tim Hortons. Der Laden ist eine Mischung aus Starbucks, Dunkin’ Donuts, Subway und Bagelbrothers. Man bekommt eben alles in einem Laden und das relativ günstig. Das Beste und wichtigste ist aber: der Kaffee ist genießbar. Nicht wundern, wenn die Verkäuferin komisch guckt, weil man den Kaffee schwarz drinkt. Da wird immer noch einmal nachgefragt, weil das hier eher unüblich ist. Den Iced Cappuccino kann ich nur empfehlen, wenn man seinen Blutzucker hochtreiben will. Eine Empfehlung für alle Getränke hier ist immer die kleinste Größe zu nehmen, das reicht meist für europäische Verhältnisse.

Toronto Islands

Nachdem wir die letzten Tage das Sightseeing etwas vernachlässigt haben, sind wir heute wieder unterwegs gewesen die Stadt zu erkunden. Wir wollten mit der Fähre zu den Toronto Islands übersetzen und uns die Inseln anschauen.

Toronto Islands

Toronto Islands

Mit der Idee waren wir aber nicht allein (wahrscheinlich wollte die ganze Stadt rüber) und dementsprechend war der Andrang an der Fährstation.

Warten vor der Fähre

Warten vor der Fähre

Und da waren wir schon kurz vor den Kassen. Aber für einen Preis von $6,50 kommt wird hin und zurück geschippert. Die “Einheimischen” ziehen Kühlkisten hinter sich her, um dann auf der Insel zu picknicken.

Es gibt drei Fährverbindungen zu den veschiedenen Inseln. Allerdings sind auch alle Inseln untereinander mit Brücken verbunden. Wir haben dann also die nächstbeste Fähre genommen. Hier waren die Aufgaben auf dem Schiff klar verteilt: v.r.n.l. einer steuert das Schiff, einer kocht Kaffee und einer drinkt Kaffee (Ich hoffe die wechseln die Aufgaben auch mal untereinander )

Auf der Fähre

Auf der Fähre

Die Inseln sind eigentlich ein großer Park mit Picknicktischen (jeder Menge davon), ein paar Karussels, Fahrradwegen und Stränden.

Inselparknlage

Inselparknlage

Nach einem langen Fußmarsch über die nördliche Insel, haben wir uns einfach nur noch in die Nachmittagssonne gelegt. Am Abend wollten dann alle scheinbar gleichzeitig wieder zurück. das ist die Gelegenheit für die Wassertaxifahrer, die dann die Ungeduldigen befördern. Den Preis dafür haben wir noch nicht rausgefunden.

Fähre und Wassertaxi

Fähre und Wassertaxi